Aktuelle Publikation: Das Adressbuch des Kreises Schlawe 1928

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Dr. Günther Pommerening: Das Dorf unter Friedrich dem Großen

Günter Pommerening erstellte im Jahre 1935 mit Unterstützung des Heimatforschers Karl Rosenow einen Aufsatz über die Geschichte seines Heimatdorfes Stemnitz im Rügenwalder Amt. Hier ein Auszug aus seinem Bericht.

 

Vom siebenjährigen Kriege wurde das Rügenwalder Amt zuerst 1757 berührt. Die Schweden und Russen fielen in Pommern ein. Nach der Schlacht bei Kolin hatte Pommern 10 Bataillone Landmiliz zu je 500 Mann zu unterhalten, wozu auch der Kreis Schlawe beizutragen hatte. Im Jahre 1758 belagerten die Russen vergeblich Kolberg und ihr Rückzug führte auch durch den Südteil des Schlawer Kreises. Ein Jahr später, nach dem Siege bei Kunersdorf, wurde Kolberg erneut belagert. Die Russen konnten es auch diesmal nicht nehmen. 1760 fielen sie wieder ein und plünderten das Land mächtig. Bei der Gelegenheit ist wohl auch die alte katholische Kirche in Stemnitz geplündert und niedergebrannt worden. Viele Gehöfte sind wohl auch zerstört worden, denn ein großer Teil der Gebäude ist in der Zeit erbaut worden. Der massive Turm blieb stehen; noch heute können wir darin das in der Wand eingemauerte Weihwasserbecken sehen. Der Turm zeigt außen die Ansätze der alten Kirche, aus denen wir schließen können, wie klein doch die alte katholische Kirche gewesen sein muss. Auf königlichem Befehl wurde das zerstörte Gotteshaus neu aufgebaut. 1771 ist es dann vom Rügenwalder Pastor Johann Jacob Kolterjahn eingeweiht worden, wie es aus der lateinischen Inschrift hervorgeht, die noch heute über der Kirchentür zu lesen ist: ...................

Aus dieser Inschrift geht hervor, dass zu der Zeit der Einweihung Daniel Last in Stemnitz Patronatsältester war und in der Gemeinde Wilhelmine, die zur Kirche Stemnitz gehört, Andreas Minert dies Amt innehatte. Auf dem alten Schloss an der Kirchentür findet sich eingraviert:

Ernst Hartke, Johann Hartke, Rügenwalde. Anno 1771. Noch einmal, und zwar im Januar 1806, wurde die Kirche umgebaut. Bei der Gelegenheit wurde die Kanzel, die sich solange über dem Altar befunden hatte, in die Mitte der Kirche gesetzt.

[...]

 

Quelle: Pommerening, Günther: "Stemnitz", 1935

 

 

 

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